1848 Tage solo overland #ontheroad in Afrika đ ⊠Ein Geschenk an mich âŠ
⊠vom Zoll in Mombasa/Kenia.
Meine zwei Tage im Kampf mit der kenianischen BĂŒrokratie haben sich nun doch in unerwarteter Weise gelohnt.
Bei meiner Einreise nach Kenia hatte ich ja schon erwĂ€hnt, dass ich irgendwie seltsame Papiere als Ersatz fĂŒr das Formular zur temporĂ€ren Einfuhr meines tansanisch registrierten Landcruisers bekam.
Diese waren doch wertlos, wie es sich beim Besuch des Hauptzollamtes im Hafen von Mombasa heraus stellen sollte.
Im Grunde genommen könnten diese gar nicht verlĂ€ngert werden. So schlug man mir als erste Lösung einfach einen manuellen Eintrag mit Stempel vor. WĂ€r auch ok, wenn ich nicht befĂŒrchten wĂŒrde, damit evtl bei der Ausreise oder bei einer erneuten Einreise mit einem Zollvergehen konfrontiert werden könnte. In so eine Falle bin ich schon einmal in Uganda getappt.
AuĂerdem bekam ich bei meiner Einreise ein offizielles Email des Zolls mit einer âRotationsnummerâ als Aktenzeichen. Damit war klar, ich war im System erfasst und die GĂŒltigkeit klar auf 14 Tage beschrĂ€nkt.
Als ich meine Bedenken Ă€uĂerte und das Email mit dem Aktenzeichen vorlegte, Ă€nderte sich die Stimmung.
Jetzt folgten hektische TelefongesprÀche mit meiner Einreisezollstation in LungaLunga und der Bitte um KlÀrung.
Es fehlen folgten zwei Stunden mit Sitzen und Warten auf eine Bereinigung. Die war aber nicht möglich. Wie immer ist ein Wurm im System đ
Schlussendlich wurden all meine Papiere gescannt und mir wurde folgender Vorschlag unterbreitet. Alles wird gelöscht und das Fahrzeug ausgebucht. Danach tun wir so, als wĂ€re das Fahrzeug erst heute eingereist und bekommt so wieder 14 Tage kostenlose Erlaubnis auf Kenias Strassen unterwegs zu sein. Und da ich ja schon fĂŒr weitere 30 Tage Erlaubnis 41$ bezahlt hatte, wĂŒrde man die einfach hinten dran hĂ€ngen.
Gut fĂŒr mich, denn so komme ich nun in den GenuĂ eines ganzen kostenlosen Monats und brauche nur noch einmal fĂŒr meine restliche Zeit zu bezahlen. Auf diese Weise habe ich nun 41$ gespart.
Ich konnte das kaum glauben, aber immerhin hatte ich ja schon die handschriftliche VerlÀngerung in der Tasche. Geduld bis morgen, hieà es.
Und siehe da, man mag es kaum glauben. Heute morgen finde ich ein brandneues Formular, diesmal das richtige, als PDF in meinem Posteingang. Fein sĂ€uberlich gestempelt und unterschrieben vom Hauptzollamt in Mombasa und gĂŒltig bis Anfang Dezember.
Nun bin ich also froh und dankbar wieder zurĂŒck an meinem Strand und genieĂe meine Perspektive auf das Lichtermeer ĂŒber Mombasa am Horizont.
Wie immer eine typisch afrikanische Lösung? Habt ihr Àhnliche Erfahrungen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.
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